Plastik im Meer – geht uns doch nichts an? Doch!

Foto: Pixabay


Wir alle kennen die Bilder von Meeressäugern, Schildkröten oder Fischen, deren Tod auf das Konto von Plastik geht. Im Magen eines im November in Indonesien angespülten Pottwals fanden sich 1.000 Plastikteile – insgesamt sechs Kilo. Allein der sogenannte Große Pazifische Müllstrudel umfasst derzeit rund 1,6 Mio. Quadratkilometern – eine Fläche, 4,5-mal so groß wie Deutschland.

Wir Deutschen gelten als Recycling-Weltmeister. Laut Umweltbundesamt wurden hierzulande 2017 rund 46,7 % aller Kunststoffabfälle recycelt. Doch diese Quote sagt wenig aus. Denn die Entsorgungsfirmen müssen lediglich nachweisen, dass der Abfall ordnungsgemäß verwertet wurde, nicht aber wo. Deutsche Kunststoffabfälle aus dem Gewerbe oder dem Haushaltsmüll werden in riesigen Ballen ins Ausland verschifft - und dürfen trotzdem in die Quote mit eingerechnet werden. Früher war China Hauptabnehmer, jetzt verlagert sich der Handel mit Plastikmüll nach Südostasien – insbesondere Malaysia. Die Krise um den importierten Müll ist umso brisanter, als gerade diese Länder kaum mit ihrem eigenen Abfall klarkommen. Jedes Jahr landen dort hunderttausende Tonnen Müll im Ozean, die zusätzlichen Abfallberge aus dem Ausland verschärfen sie noch, so Greenpeace Malaysia.

 

Nur wenn wir alle weniger Einweg- und Verpackungsplastik verbrauchen, können wir die globalen Abfallkreisläufe verändern. Helfen Sie mit, die Erde für alle Lebewesen zu bewahren!




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