Plastikfasten - Machen Sie mit!

So sollte Ihr Einkauf nicht aussehen! Vermeiden Sie Ware in Einwegverpackung (Foto: S. Hennigs)

 

Wieder ruft der BUND dazu auf, während der Fastenzeit soweit es geht auf Einweg-Plastik im Alltag zu verzichten

 

Hier praktische Tipps fürs plastikfreie Leben:

 

Plastikfrei einkaufen:

  • unverpackte Produkte oder Waren in Verpackungen aus Papier oder Pappe
  • Baumwollbeutel und Obstsäckchen nutzen (gibt es bereits bei Rewe oder Edeka im Obst- und Gemüsebereich)
  • Einkauf beim Wochenmarkt und von Erzeugern der Region (Beilsteiner Wochenmarkt) – Korb und Beutel nicht vergessen
  • Mehrwegdosen für den Einkauf an der Käse- oder Wursttheke mitnehmen. Problemlos klappt das in Bioläden, aber auch schon bei vielen Lebensmittelketten
  • Seit März gibt es in Ludwigsburg den ersten Unverpacktladen. Einfach Einweg-, Marmeladengläser & Co. einpacken und dort einkaufen! Adresse:
    Ohne PlaPla, Lindenstraße 2 , 71634 Ludwigsburg, Tel. 07141/5059591, www.ohneplapla.de

Ganz konkret für Einsteiger:

  • Keinerlei Kosmetika mit Mikroplastik verwenden – die Partikel sind nicht nur in Peelings, sondern in Lippenstiften, Lidschatten, Gesichtscremes, Rasierschaum, Sonnen-, Fuß. Handcremes usw. (Mehr unter www.bund.net, dort BUND-Einkaufsratgeber: Mikroplastik)
  • Waschmittel im Karton (keine Plastikflaschen) – oder selbermachen (Rezepte folgen!)
  • Sahne und Joghurt im Mehrwegglas
  • Leitungswasser trinken bzw. Sprudel aus Leitungswasser selbstmachen (Wasserfilter und SodaStream) oder Mineralwasser in Mehrwegflaschen von Abfüllern der Region
  • Größere Gebinde bei haltbaren Lebensmitteln wie Nudeln, Reis etc. nutzen
  • Bienenwachstücher statt Alu- oder Frischhaltefolie (u. a. Bioläden, Ebay, Amazon oder selber machen)
  • Kaffeekapseln vermeiden (Dolce Gusto - und natürlich auch Nespresso!)

Im Bad

  • Seifenstücke statt Einweg-Flüssigseifenspender (Achtung, kein Mikroplastik!)
  • Feste Duschseife und Haarseifen (z. B. bei dm oder Rossmann)
  • Rasierer aus Holz/Metall (keine Plastik-Einwegrasierer), Rasierseife statt Schaum
  • Zahnputztabletten statt Plastiktuben (z. B. bei dm)
  • Zahnseide statt Zahnseidensticks
  • Stofftaschentücher statt „Tempos“ (wenn, dann unbedingt aus der Papier-Spenderbox)
  • Baumwoll-Wattestäbchen mit Pappstiel in Papierbox (z. B: bei dm)

Für unterwegs:

  • Nutzen Sie Mehrweg-Kaffeebecher oder Trinkflaschen
  • Nehmen Sie sich ihren Bürosnack oder -Salat in Mehrweg-Dosen von daheim mit – verzichten Sie auf To-Go-Essen oder Getränke in Einwegplastikverpackungen
  • Plastikgeschirr und Einwegbesteck bei Grillfest oder Party sind tabu!

Hintergrund:
In Deutschland werden jährlich rund 14 Mio. Tonnen Plastik verbraucht – damit liegt unser Land europaweit an der Spitze. Nicht nur unsere Böden und Gewässer sind zunehmend vermüllt, auch die Meere. Jährlich landen rund 10 Mio. Tonnen Müll in den Weltmeeren, mehr als 75 % davon sind Kunststoff. Der BUND fordert die generelle Abkehr von Wegwerfplastik – jeder kann jetzt schon einsteigen. Denn viele Plastikprodukte sind überflüssig oder können ersetzt werden.

Auch Ihre Gesundheit profitiert, denn obwohl die Verwendung von Weichmachern in Lebensmittel-Verpackungen EU-weit stark eingeschränkt wurde, gelangen sie ins Essen und damit in den menschlichen Organismus, in Blut und Urin. Dabei sind besonders verarbeitete und fetthaltige Lebensmittel wie Käse oder Wurst belastet.

2018 haben Forscher der Medizinischen Universität Wien und des österreichischen Umweltbundesamts erstmals Plastik im menschlichen Stuhl nachgewiesen – und das bei allen Probanden. Ihre Kernfrage sollte im Laden also immer sein: „Gibt es das auch ohne Plastikverpackung?“

 

 

Sie werden sehen: Schon schrumpft der Verpackungsmüll. Und es macht richtig Spaß, neue Warenwelten zu entdecken. Werden Sie kreativ!



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